Educasting im Unterricht – Teil 1

In Schulen sind Handys und Smartphones verboten, weil damit Mobbingvideos aufgenommen werden und die Schüler im Unterricht von facebook und whatsapp abgelenkt werden! Videos halten die Schüler im Unterricht ruhig, aber gelernt wird dabei nichts!

Vorurteile über moderne Medien gibt es zu Haufe. Wir als Lehrer tragen aber auch an vielen Vorurteilen und reellen Fakten Mitschuld. Das Schülerinnen im Umgang mit Smartphones oder Internetangeboten meist weiter voran sind, als der Lehrkörper ist in den meisten Fällen Fakt. Die Kompetenz im technischen Umgang mit den Medien täuscht aber über Schwächen in Medienwissen (Wozu?) Medienkritik (Wie?) und Mediengestaltung hinweg. Dies verstärkt Phänomene, wie Cybermobbing, Urheberrechtsverletzungen und Abmahnwellen. In meinem Dreiteiler schreibe ich in den kommenden Wochen ganz persönlich über Theorie und Praxis des Educastings.

Im ersten Teil geht es erst einmal um die Begrifflichkeit, bevor wir unterschiedliche Freiheitsgrade im Einsatz kennen lernen. Am Ende werde ich ganz persönlich mit einem eigenen Unterrichtsbeispiel.

Da waren sie also die Vorurteile von oben. Grund genug also moderne Medien im Unterricht einzusetzen oder noch besser selber gestalten zu lassen! Ein Medium, dass sich speziell im Rahmen moderner Unterrichtsmethoden, wie dem selbstgesteuerten, informellen oder differenzierten Lernen, eignet ist der Educast. Am Beispiel des Einsatzes von Educasts im naturwissenschaftlichen Unterricht soll dies im Folgenden genauer beschrieben werden. Beispielhaft wird dabei auf ein aktuelles Projekt an der Erich-Kästner Gemeinschaftsschule in Barsbüttel eingegangen, die Vorgeschichte des Projekts und ein Ausblick gegeben. Zu allererst sollte aber geklärt werden, was unter dem Begriff Educasting zu verstehen ist und wie er im Unterrichtskontext zu sehen ist.

Was ist Educasting?

Das Wort Educast klingt im Wortdschungel des web2.0 nach einer weiteren findigen Wortkreation zu Marketingzwecken. Ein Stück weit kann man das unterstellen, weil sich hinter dem Begriff ein Medium versteckt, dass schon seit einiger Zeit besteht – die Bildungssendung oder das Bildungsfernsehen. Der Begriff Educast leitet sich genauer vom podcasting (Veröffentlichen auf einem IPOD) her und ist den Videocasts, also den Bildungssendungen als Video untergeordnet. In Zeiten des web2.0 und darüber hinaus steht dies für kurze Filmsequenzen, die auf Videoportalen im Internet veröffentlicht werden. Die Bandbreite der Inhalte reicht von professionelllen Fernsehsendungen bis zu einfachen Aufnahmen des eigenen Computerbildschirms (Screencasts) oder das Vertonen einer Diashow (Enhanced Podcast oder Picturecast). Für den Unterrichtszusammenhang gibt zwei grundlegende Dimensionen in denen Educasts Verwendung finden: in der Rezeption oder Produktion des Mediums….und da geht es kommende Woche weiter!

 

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